Die Alten Herren des SV St. Tönis mussten sich dem Gastgeber SV Grefrath letztlich hochverdient 0:3 geschlagen geben. Es war das vierte Aufeinandertreffen beider Teams in diesem Jahr. Nachdem der „Dauergegner“ der Schwarz-Gelben das erste Duell des Jahres 5:0 für sich entscheiden konnte, gewann der Spielverein die beiden nächsten Spiele 4:1 und 3:1. Es schien, als wollten die Grefrather den Trend in jedem Fall korrigieren, jedenfalls boten sie an diesem Montagabend alles auf, was Rang und Namen hat – und hatten sogar noch sehr gute neue Leute mit an Bord. Bei SV hingegen schwankte die Zahl der zur Verfügung stehenden Spieler noch zwei Stunden vor dem Anpfiff zwischen 11 und 14. Letztlich konnte man froh sein, dass gleich drei Gastspieler kurzfristig zur Verfügung standen. Die St. Töniser machten im ersten Abschnitt ein diszipliniertes Spiel, verteidigten gut und ließen trotz der optischen Feldüberlegenheit der Grefrather nicht viel zu. Um ein Haar hätte man bei einem der wenigen zu Ende gespielten Entlastungsangriffe sogar das Führungstor erzielt: Ingo Wesche schickte Aleco Antoniadis auf die Reise, der weit aufgerückte Torwart rutschte aus, Antoniadis schoss den Ball aber aus mehr als 30 Metern knapp am leeren Tor vorbei. Nach dem Seitenwechsel konnten die Grefrather noch einen Gang höher schalten, und kurz, nachdem Keeper Manuel Kohtes einen Distanzschuss mit einer Hand um den Pfosten lenken konnte, schlug es nach rund 50 Minuten das erste Mal im Tor der Gäste ein. Besser gesagt: Es kullerte ein. Denn der Torschütze erwischte den Ball nicht voll, mit etwas Glück trudelte er an allen Mit- und Gegenspielern und auch am Keeper vorbei ins lange Eck. Der Bann war gebrochen, nach einem Angriff über die Seite und einem Querpass erhöhte Grefrath auf 2:0, beim 3:0 gab es kaum noch Gegenwehr. St. Tönis war bemüht, das Ehrentor zu erzielen, es sollte an diesem Abend aber nicht sein.

Kohtes – Hortmann (Gast) – Klücken, M. Lessenich – Antonadis, Börger, Wolf, Blenkers – Radovanovic – Vanderheiden, Wesche. Eingewechselt: Lehnen, Venmanns (Gast), Heller (Gast).